Mit dem richtigen Finanzwissen schützen Sie Ihr Vermögen?

Die Welt der Märkte ist in Aufruhr. Jeden Tag erreichen uns widersprüchliche Informationen. Die einen verabschieden sich aus dem Markt und warnen vor einer neuen Rezession. Die anderen feiern neue Höchststände und beenden wie Dow Jones & Co. starke Wochen. Gibt es etwas, was wir unbedingt wissen sollten?

Rahmenbedingungen ändern sich

Die Luft wird dünner. Inzwischen schließen Experten eine Rückkehr der Eurokrise von 2011 und 2012 nicht mehr aus. Wenn Sie genau hinschauen und über gutes Finanzwissen verfügen, können Sie die Anzeichen erkennen.

Die Gründe liegen auch in der Finanzpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Die will nach Jahren des ungebremsten Anleihekaufs die Geldpolitik straffen. Noch kauft die EZB Monat für Monat in einem Umfang von 60 Milliarden Euro an den Märkten Staatsanleihen der Euroländer auf. Der Zweck besteht darin, für die hoch verschuldeten Eurostaaten wie Portugal, Spanien, Italien und Frankreich Zinsen für die Finanzierung über weltweite Anleihemärkte zu senken.

Das Anleihenprogramm der EZB soll 2018 schrittweise auslaufen. Für die Unternehmen und die Haushalte der europäischen Staaten könnte das schwere Folgen bringen. Wenn, wie unter anderem von EZB-Chefvolkswirt Peter Praet befürchtet, die langfristigen Zinsen steigen, werden auch die Finanzierungsbedingungen für Firmen und Staatshaushalte ungünstiger. Schwere Haushaltskrisen könnten die Folge sein.

Auf der anderen Seite des großen Teiches birgt die Normalisierung der Geldpolitik durch die US-Notenbank große Risiken für die Wirtschaft und den Staatshaushalt. Wie so oft könnte eine Anhebung beim Leitzins in der Realwirtschaft eine Rezession bewirken.

Stunde der Spekulanten

Doch während die Weltwirtschaft wackelt und die Titanic langsam sinkt, spielt die Kapelle weiter. In den ersten Wochen des neuen Jahres erklommen die großen Indizes, wie Nasdaq 100 und S&P 500 Höchstmarken. Der Dow Jones Index setzte sich noch weiter von der Marke 25.000 ab.

Bleiben Sie als privater Anleger wachsam. Und lassen Sie sich nicht von Spekulanten treiben. Denn Höchststände können zu falschen Einschützungen führen und Ihr Geld bedrohen. Nicht umsonst verweist der amerikanische Finanzblog Market Watch auf die auffallende Diskrepanz bei den Einschätzungen von professionellen Investoren und Kleinanlegern.

Während Profi-Investoren auf den Einbruch des Dow Jones wetten, legen private Investoren noch immer Geld nach. Auch bei den Anleihen setzt die Flucht der großen Investoren ein. Berkshire Hathaway von Warren Buffet reduzieren ihr Engagement bei Aktien. Die Großbank Morgan Stanley trennt sich von allen riskanten Anleihen in ihrem Portfolio. Das Muster ist nicht neu. Zum letzten Mal setzten professionelle Investoren Anfang 2016 überwiegend auf steigende Kurse. Bei Privatanlegern verlief die Entwicklung in die andere Richtung.

Lassen Sie sich nicht von der Masse verführen. Und lernen Sie, die Zeichen zu lesen. Mit dem richtigen Finanzwissen schützen Sie als privater Anleger Ihr Vermögen.

 

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